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Ungeliebte Déjà-Vus: Der EC Wil kassiert zum Playoff-Start in der Verlängerung das Break

11.02.2022

Bittere Pille für die Wiler Eishockeyaner: In Spiel 1 des Playoff-Viertelfinals unterliegen sie dem HC Luzern zuhause mit 1:2. Der entscheidende Treffer fällt nach gut drei Minuten in der Verlängerung.

Nicht schon wieder. Das wird man sich im Wiler Lager denken nach der Auftaktniederlage im 1.-Liga-Playoff-Viertelfinal gegen Luzern. Ein 1:2 stand am Ende auf der Anzeigetafel. Und somit das gleiche Resultat wie im Oktober, als sich die beiden Teams in der Qualifikation begegnet waren.

Nicht schon wieder. Das werden die Wiler aber auch denken, weil Erinnerungen an die bis dato letzte Playoff-Serie aufkommen. Zwei Jahre ist es wegen Corona bereits her. Auch damals hatten die Wiler die Qualifikation auf Platz vier abgeschlossen und gegen den Tabellenfünften im Viertelfinal Heimrecht. Im damaligen Vergleich mit der GDT Bellinzona ging nicht nur die erste Partie verloren, sondern die Serie ohne einen einzigen Sieg. Nach der Niederlage gegen Luzern lässt sich gar sagen: Die Wiler haben die letzten zehn Playoff-Spiele allesamt verloren.

«Ich habe genug Playoff-Fights gehabt, um zu wissen, dass nach dieser Niederlage gar nichts entschieden ist», sagte Wil-Trainer Kevin Schüepp nach der Partie und ergänzte: «Jedes Spiel gegen Luzern wird so werden, wie das hier. Das wird eine knappe Serie.» Dementsprechend war Schüepp auch zufrieden mit der Leistung seines Teams:

«Wir haben gut gespielt. Leider fehlte uns ein wenig die Kaltschnäuzigkeit.»

Ausgleich in doppelter Überzahl

Das Spiel gegen Luzern ging verdientermassen in die Verlängerung. Kein Team konnte sich in den regulären 60 Minuten so deutlich absetzen, dass es sich als verdienten Sieger hätte sehen können. Bis ein erstes Mal gejubelt werden konnte, lief schon das Schlussdrittel. Dieses war knapp zwei Minuten alt, als Gianmarco Guidon für die Gäste traf.

Auch in der Folge blieb ein Akteur der Innerschweizer zentrale Figur, namentlich der ehemalige EHC-Uzwil-Spieler Manuel Grigioni. Er fasste eine Strafe wegen Crosschecks, als sein Teamkollege Mike Küng bereis in der Kühlbox sass. Die doppelte Überzahl nutzte Lars Kellenberger zum Ausgleich für die Wiler.

Trotz der guten Leistung der Wiler gibt es einige Punkte, die im Hinblick auf Spiel 2 verbessert werden müssen. Das sieht auch Schüepp so: «Wir haben offensiv zu wenig Schüsse abgegeben und unsere Top-Chancen nicht nutzen können. Wenn wir in Führung gehen, wird das ein ganz anderes Spiel.»

Revanche bereits am Samstag möglich

Obwohl Luzerns Grigioni mit der Strafe im dritten Drittel seinem Team eine Verlängerung einbrockte, war er schliesslich der gefeierte Mann. Gut drei Minuten waren in der Overtime gespielt, als er Wils Goalie Daniel Schenkel in numerischer Überzahl bezwang und den Heimvorteil nach Luzern holte. Nicht schon wieder, dachten sich die Wiler, weil Grigioni schon beim ersten Vergleich dieser Saison im Bergholz den 2:1-Siegtreffer erzielt hatte. Schüepp sagte nach der bitteren Niederlage am Donnerstagabend:

«Die Serie hat erst gerade angefangen. Wir wollen am Samstag mit einem positiven Gefühl nach Luzern fahren und das Rebreak schaffen.»

Trotzdem sind die Wiler nun bereis unter Druck, um nicht Gefahr zu laufen, ein weiteres Déjà-Vu zu erleben: Out nach drei Spielen, wie schon in den letzten beiden Playoff-Viertelfinals. Der EC Wil hat am Wochenende die Chance die Serie auszugleichen. Spiel 2 gegen den HC Luzern findet am Samstag ab 17.30 Uhr im Luzerner Eiszentrum statt. Die Wiler können mit gutem Gewissen nach Luzern fahren. Auswärts fühlen sie sich in dieser Saison ja zuhause.

Quelle: Wiler Zeitung