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Mangelnde Chancenauswertung: Der EC Wil verliert gegen Luzern trotz 40 Abschlüssen aufs gegnerische Tor

24.10.2021

Im Spitzenspiel der 1. Liga gegen den HC Luzern muss sich der EC Wil zum zweiten Mal in dieser Saison geschlagen geben. Die Wiler sind zwar über 60 Minuten dominant, können aber ihre viele Chancen nicht in Tore ummünzen und verlieren mit 1:2.

Vor der Partie gegen den HC Luzern hat der EC Wil fünf Spiele in Serie gewonnen und war Tabellenzweiter. Am Samstagabend gastierte mit Luzern der direkte Tabellennachbar in der Wiler Eishalle. Die Innerschweizer hatten am Dienstag unter der Woche noch gegen die Pikes Oberthurgau 2:1 gewinnen können und reisten mit einer grossen Portion Mut nach Wil.

Beide Teams hätten mit einem Sieg die Tabellenführung in der 1. Liga übernehmen können. Die Partie war auch dementsprechend schnell lanciert. Die Wiler waren von der ersten Minute an die aktivere Mannschaft und drückten sofort auf den Führungstreffer.

Wil scheitert an der mangelnden Effizienz

«Wir versuchen immer, viel fürs Spiel zu machen und Chancen zu kreieren. Wir sind wahrscheinlich läuferisch die stärkste Mannschaft der Liga. Das wollen wir auch ausnutzen und den Gegner mit unserem Tempo unter Druck setzen», sagte Wil-Trainer Kevin Schüepp nach der Partie.

Der EC Wil machte mehr fürs Spiel und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Wiler in Führung gehen würden. Doch das Team von Trainer Kevin Schüepp scheiterte gegen die Luzerner aufgrund mangelnder Effizienz. Zu viele Topchancen wurde auf Wiler Seite nicht genutzt.

Im Gegensatz dazu brauchte der HC Luzern nur wenige Möglichkeiten für ihr erstes Tor an diesem Abend. Nach 14 Minuten war es Kim Lang, der das Team vom Vierwaldstättersee 1:0 in Führung brachte. Der EC Wil liess sich davon aber nicht beirren und spielte weiter aufs Luzerner Tor.

Dominante Wiler können sich nicht belohnen

Die Heimmannschaft konnte sich aber erst im zweiten Drittel für ihre Mühen belohnen. Claudio Forrer konnte in der 26. Minute den Ausgleich erzielen. Die Partie war also wieder offen, aber nur eine Minute nach dem 1:1 musste ein Wiler auf die Strafbank, weil Torhüter Daniel Schenkel den Puck aus dem Spielfeld geschossen hatte.

Das anschliessende Powerplay nutzten die Zentralschweizer eiskalt aus. Manuel Grigioni sorgte wieder für die Luzerner Führung. Nach dem Treffer war Luzern nur noch mit verteidigen beschäftigt. Das Heimteam wollte die zweite Saisonniederlage unbedingt abwenden. Schüepp war mit der Reaktion auf den Rückstand zufrieden:

«Wir haben gut gekämpft, waren aktiv und haben den Treffer gesucht. Wir haben 40 Mal aufs Tor geschossen und nur einen Treffer erzielt. So gewinnt man natürlich keine Spiele.»
Dagegen hatte Luzern nur 19 Mal aufs Wiler Tor geschossen. «Heute war die Effizienz ausschlaggebend. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben wirklich versucht das Spiel noch zu drehen, aber es war wie verhext. Irgendwie wollte uns kein Treffer mehr gelingen», ergänzte Schüepp.

Der Luzerner Torhüter Yannik Peter wurde nach dem Spiel auch verdient zum «Man of the Match» gekürt. Der HC Luzern ist mit diesem Sieg an die Tabellenspitze gesprungen. Wil ist neu Dritter mit zwei Punkten Rückstand auf die Leaderposition und einem Spiel weniger.

«Am nächsten Samstag gegen die GDT Bellinzona wollen wir eine Reaktion zeigen. Die Tessiner haben eine körperlich starke Mannschaft die hart spielen wird. Das wird kein einfaches Heimspiel, aber wir werden Gas geben und dann versuchen unsere Chancen besser nutzen», sagte Assistenztrainer Ivo Frischknecht mit Blick auf das nächste Meisterschaftsspiel.

Quelle: Wiler Zeitung