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EC Wil erwartet gegen Bellinzona ein zu leichtes Spiel und verliert zu Hause verdient

31.10.2021

Bei den Wilern wollte man aus der Niederlage gegen Luzern lernen und mit der gleichen Leistung gegen die GDT Bellinzona punkten. Der EC Wil kann aber nicht annähernd ans Niveau von letzter Woche anknüpfen, geht mit 3:6 unter und rutscht auf den fünften Tabellenplatz ab.
Vor dem Spiel gegen Bellinzona zeigte sich EC Wil-Captain Simon Steiner noch selbstbewusst, dass sein Team die Leistung gegen den HC Luzern wiederholen kann. Gegen die Innerschweizer verbuchte Wil 40 Abschlüsse aufs Tor, konnte aber nur ein Tor bejubeln. Steiner war sich sicher, dass gegen Bellinzona bei gleich vielen Schüssen mehr Tore fallen.
Ganz Unrecht sollte er nicht behalten, denn der EC Wil erzielte drei Treffer. Das war für Trainer Kevin Schüepp der einzige Lichtblick: «Wir haben zwei Powerplaytore erzielt und einen Shorthander. Das ist eine gute Quote und so eine Effizienz erwarte ich auch. Aber abgesehen vom Powerplay ist es schwierig, etwas Positives zu finden.»
EC Wil zeigt eine gewisse Arroganz
Der EC Wil startete fast etwas arrogant in die Partie. Zwar belegt Bellinzona in der Tabelle den letzten Platz, aber das widerspiegelt nicht ihr Leistungsniveau. «Ich habe mein Team gewarnt, dass gegen die Tessiner eine starke Mannschaftsleistung nötig ist, um zum Erfolg zu kommen. Leider haben wir uns nicht daran gehalten und konnten nicht das abrufen, was ich gefordert habe», bemängelte Schüepp die Leistung seiner Mannschaft.
Matteo Schärers siebter Saisontreffer machte ebenfalls keinen Unterschied. Zwar konnte er damit die Partie im ersten Drittel noch ausgleichen, aber ein schwaches zweites Drittel, mit drei Tessiner Treffer, sorgte für die dritte Wiler Niederlage in dieser Saison. Der EC Wil kam im Schlussdrittel, durch die Tore von Lucas Hohlbaum und Lars Kellenberger, zwischenzeitlich nochmals ran, mussten aber wenige Momente später schon den nächsten Gegentreffer hinnehmen.
Schüepp erwartet gegen Burgdorf eine Reaktion
Der 6:3-Sieg von Bellinzona geht auch dementsprechend in Ordnung. Die Tessiner haben die drei Punkte mehr gewollt, sind härter und konsequenter in die Zweikämpfe gegangen und zeigten eine bessere Laufleistung als die Äbtestädter. «Wir müssen aus diesem Spiel lernen, dass wir in dieser Liga gegen jeden Gegner, egal wo er in der Tabelle steht, eine gute bis sehr gute Leistung zeigen müssen, um zu gewinnen», sagte der Wiler Trainer nach der Partie. Schüepp ergänzte:
«Wir wollen jetzt in einer Woche gegen Burgdorf eine Reaktion zeigen. Dass wir in dieser Liga gewinnen können, haben wir schon gezeigt, aber wir müssen weiterhin sauberes und einfaches Hockey spielen.»
Quelle: Wiler Zeitung